Ev. - Luth. Kirchgemeinde Dresden-Leubnitz-Neuostra

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Geschichte der Kirche zu Leubnitz-Neuostra

Unsere Kirche ist eine der ältesten Dresdens und wohl auch eine der schönsten.

um 1050 Es wird vermutet, dass zuerst eine Tauf- und Missionskirche durch böhmische oder fränkische Missionare geweiht wurde.
vor 1188 Entstehung des Turmes als Wehr- und Schutzturm
1288 urkundlich erwähntes Gründungsjahr der Kirche (heute ohne Namen)
1388 Verfügung von Papst Urban VI zur Weihung der Kirche dem heiligen Andreas; Bischof von Meißen wählte noch weitere Schutzpatrone für die Kirche: heilige Barbara, heilige Ursula, Jungfrau Maria, heiliger Mauritius
1430-1437 Bau des Langhauses und einer Verbindung zum Turm
1510 Guß der großen Glocke (Durchmesser: 1,3 m) durch Andreas Herold; sie wurde 1536 durch Blitzschlag beschädigt; umgegossen 1840 durch Friedrich Gruhl (Kleinwelka) mit gleicher alter Inschrift
um 1511 Erhebliche Erweiterung der Kirche mit Errichtung des gewölbten Chores und dem östlichen Staffelgiebel aus Backstein
1570-1573 Errichtung des Doppelepitaph von Hans Allnpeck des Älteren mit seiner Frau Margarethe
1577/1578 Schaffung der Kanzel aus Sandstein und Holz durch Martin Beudener ohne Schalldeckel
um 1580 Schaffung eines Epitaph zu Lebzeiten von Hans Allnpeck des Jüngeren mit seiner Frau. Beide Allnpeckepitaphe stammen vermutlich aus der Werkstatt der Freiberger Lorenzens
1609 Sterbejahr von Wenzeln Allnpeck und Schaffung einer Grabplatte (Bildhauer unbekannt)
1651 erste urkundlich belegte Orgelweihe durch Pfarrer George Gerlach
1652 Errichtung der "Nöthnitzer Betstube" (nur von außen zugänglich) als Familienempore durch Oberhofmarschall Heinrich von Taube vom Schloß Nöthnitz
nach 1660 Errichtung der Emporen
1662 Einbau des geschnitzten Schalldeckels für die Kanzel (Erbauer unbekant)
1667-1673 Bemalung der Decke und der Emporen durch Malermeister Gottfried Lucas aus Dresden, einschl. der Südemporen
1679/1680 Fertigstellung des alten Orgelwerkes durch den kurfürstlich-sächsischen Hoforgelmacher Andreas Tamitius
1685/1686 Erneuerung der Tür zur Sakristei mit 36 Pfund Eisenblech
1705-1708 Vergrößerung des Kirchenschiffs
1713/1714 Vergrößerung der Orgel durch Orgelbauer Friedrich Lindner unter Mithilfe von Organist Behnisch und Ratszimmermeister George Bähr
1720/1721 erfolgte der sogenannte "Karcher-Anbau" unter Mitwirkung von Johann Friedrich Karcher. Gruft und Epitaph der Familie Karcher auf der Südseite des Chores. Gehilfen waren: Baumann Andreas Boxberger und Malermeister Bratfisch
1726 Sterbejahr von Johann Friedrich Karcher; er hat zu Lebzeiten sein Grabdenkmal seinem Freund Paul Heermann in Auftrag gegeben. Er liegt mit Frau Catharina Elisabeth (+ 1716) und Tochter Eleonore (+ 1730) in der Kirchengruft zu Leubnitz
1726/1727 Erweiterungsphase des Anbaues durch Adam Leubener (2. gotischer Triumphbogen nach Westen, wo die heutige Orgel steht) Zumauerung des Portals an der Südseite der Kirche (ehemaliger Eingang)
1730/1731 Entstehung des Altars im Stil des Dresdner Barock aus sächsichem Sandstein durch den Steinmetz Johann Bernhardt Reinboth unter Mitwirkung von Christian Ebhardt
1754-1763 völliger Umbau der Orgel durch Orgelbauer und Schüler von Gottfried Silbermann - David Schuber unter Mitwirkung von Organist Christian Ebhardt
- Epitaph der Familie Gerlach; es ist nicht bekannt, wann er in die Kirche kam; besonders zu benennen ist George Gerlach (+ 1886), der 42 Jahre Pfarrer in der Leubnitzer Kirche war
1874 Entfernung der Butzenscheiben und ersetzen durch Blankglas. Vom Ziegeldach wurden Mönche und Nonnen entfernt
1874-1889 Umfangreiche Renovierungsarbeiten, u.a. wegen erheblicher Risse
1905 Einbau eines neuen 2-manualen pneumatischen Orgelwerkes durch die Dresdner Firma Jehmlich
1922/1923 neuer Anstrich der gesamten Innenkirche einschl. Orgelprospekt, Altar, Schalldeckel, Orgelempore und Nordempore durch den Kunstmaler Karl Schulz
1923 drei Bilder, gemalt vom Dresdner Maler Felix Elßner, hängen im Altarraum der Kirche
1968-1977 Restaurierung der Bilderdecke, Altar, Karcher-Epitaph, Kanzel mit Schalldeckel unter Leitung von Kunstmaler Helmar Helas; Helfer waren: Peter Taubert und Werner Wischniowski; weitere Restaurierungen der Decke und Emporen erfolgten bereits 1874 bis 1879 sowie 1922/23
1999-2001 Restaurierung der Emporenmalereien und Nöthnitzer Bestube durch Restauratorin Lydia Wiedemann, Dresden unter Mitwirkung des Landesamtes für Denkmalpflege
2004 umfangreiche archäologische Ausgrabungen im Altarbereich
2005 Fertigstellung einer Temperierungsanlage

Nähere Einzelheiten zur Geschichte und zur Kirche selbst erhalten Sie in unserem Kirchenführer.
Dieser ist zum Preis von 3,50 € über das Pfarramt erhältlich.

Kirchenführer "Die Kirche zu Dresden-Leubnitz-Neuostra"
ISBN 3-00-015018-8

 

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